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Mietwagen auf Fuerteventura – Alles, was du wissen musst

Ein Mietwagen am Strand von Cofete auf Fuerteventura

Generelles

So einfach die Buchung von Mietwagen auf Fuerteventura auch sein mag, bringt sie dennoch einige Fallstricke mit, die du kennen solltest.

Zunächst einmal steht natürlich die Frage im Raum, mit wie vielen Personen und wie viel Equipment, Koffern, etc. man überhaupt unterwegs ist. Hat man sich die dazu passende Fahrzeuggröße ausgepickt, sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass man sich überlegen sollte, was man sich eigentlich ansehen mag. Auf einer Insel wie Fuerteventura ist das nicht ganz unwichtig... sollte man meinen. Doch dazu später.

Buche ich vor Ort oder im Netz?

Auf diese Frage gibt es nur eine einzige richtige Antwort: Buche im Netz! Immer!

Abgesehen davon, dass Mietwagen über die Zeit hinweg selten billiger werden, sondern eher dazu tendieren jedes Jahr etwas teurer zu werden, schadet es absolut nicht, sich schon Wochen oder Monate vorher mit einer Online-Buchung auf die sichere Seite zu schlagen. Die Angebote im Netz sind auch fast grundsätzlich um einiges günstiger, als die Angebote vor Ort.

Zudem weißt du schon im Vorfeld, was für ein Loch der fahrbare Untersatz in deine Urlaubskasse reißt, statt auf der Insel von Apothekerpreisen überrascht zu werden.

Wo buche ich das Ding?

Was die Anbieter angeht, lohnt sich ein Vergleich auf jeden Fall. Die Kanaren sind fest in der Hand einiger weniger guter Anbieter, die sich allerdings nicht alle auf den großen Vergleichsseiten wiederfinden.

Der erste Weg führt meistens auf Billiger-Mietwagen.de, woran auch eigentlich gar nichts verkehrt ist. Hat man dort erst einmal die wichtigsten Kriterien eingegeben, ergibt sich ein erster Überblick.

Die ganzen Mietwagen-Vermittler (Auto-Europe etc.), die sich aus den Pools der großen Verleiher bedienen und einfach nur mitkassieren, sind nach wenigen wichtigen Einschränkungen meist alle aus dem Rennen, sodass du nur noch Angebote von Direktanbietern angezeigt bekommen solltest (Avis, Sunny Cars, Cicar, etc.)

Um vergleichen zu können, sind diese Punkte anzuklicken:

● Station im Terminal
● Ohne Selbstbeteiligung
● Glas / Reifenschutz
● Unterboden versichert
● Haftpflicht mindestens 1 Mio.
● Alle Kilometer frei
● Klimaanlage
● Zusatzfahrer inklusive

Mit den ersten Preisen gewappnet begibst du dich nun auf die Seiten der großen Drei, um dir im Direktvergleich einen besseren Überblick zu verschaffen.

Beispiel

Du hast dich auf einer der großen Vergleichsseiten in einen VW Polo verbissen, weil du mit nur einer weiteren Person reist, dir Komfort auf den kurzen Strecken nicht sooo wichtig ist und dein Portemonnaie einen Range Rover Sport für knapp 1000€/Woche nicht hergibt.

Die Vergleichsseite schlägt dir einen Polo von Sunny Cars für 127,00€ vor. Die offizielle Seite von Sunny Cars spuckt exakt das gleiche Fahrzeug für 123,00€ aus. Vier Euro haben oder nicht haben... macht schon acht!

Du vergleichst weiter und entdeckst auf der Seite von Cicar, dass ein Polo für den gleichen Buchungszeitraum mit 144,11€ zu Buche schlägt. Irgendwie geht die Inflation hier in die falsche Richtung!

Ein letzter Klick und du landest bei Plus Car. VW Polo, gleicher Zeitraum, ähnliche Bedingungen, nur ohne Reifenversicherung... 94,71€.

Du kontrollierst deine Angaben, streckst deinen Mittelfinger den anderen Anbietern entgegen und klickst beim Wagen deiner Wahl auf "Reservieren". Je nachdem, welche Zahlungsart du angegeben hast, wird der Betrag circa vier Wochen vor Reisantritt bequem von deinem Konto oder deiner Kreditkarte abgebucht.

Was nun?

Nix!

Die Mail, die dir der Anbieter nun geschickt hat, bewahrst du sorgfältig auf und teilst dem Schalterpersonal am Flughafen von Fuerteventura, unter Vorlage deines Ausweises, Führerscheins und deiner Kreditkarte (WICHTIG!!), einfach die darauf zu findende Buchungsnummer mit. Bezahlt hast du ja bereits, sodass nun lediglich noch ein Kautionsbetrag auf deiner Kreditkarte geblockt, aber nie abgebucht wird. Die Kaution dient lediglich dazu ein Sicherheitspolster zu schaffen, solltest du die Karre nicht rechtzeitig oder komplett leer zurückbringen.

Übrigens muss auch ein eventueller Zweitfahrer, zu dem ich dir immer raten würde (Du weißt nie, wann du dir mal dein Füßchen verstauchst),die kompletten Papiere bei sich haben. Ausweis und Führerschein sind Pflicht!

So einfach kann es sein.

Abholen und Zurückbringen

Nrgends auf der Welt kann es günstiger und einfacher sein, einen Mietwagen am Flughafen abzuholen. Mit dem Schlüssel und dem Standort bewaffnet begibst du dich einfach über die Straße und stehst im Rental-Wonderland. Alle Anbieter haben auf erhöhter Position ihre eigenen Parkreihen, denen du einfach nur folgen musst, um endlich dein Wunschfahrzeug, oft mit einem Upgrade verbunden, entgegenzunehmen.

Für gewöhnlich geht man ja zig mal um einen gemieteten Wagen herum und notiert sich jede noch so kleine Macke, um im Zweifel eventuellen Regressansprüchen trotzen zu können. All das ist hier nicht nötig, denn lass es dir gesagt sein... wenn du den Wagen zurückbringst, schaut ihn sich niemand an. Du gibst den Schlüssel ab und hinterlässt das Vehikel so, wie es dann halt aussieht. Sandig, dreckig und hoffentlich unzerkratzt. Sollte es dennoch Schrammen bekommen haben, wirst du nie etwas davon hören, denn die Vollkasko ohne Selbstbeteiligung springt für dich ein.

Du gibst lediglich den Schlüssel ab, nachdem du den Tank wieder auf die vorab besprochene Position befüllt hast, wünschst einen schönen Tag und bist rrrrrraus.

Ein Gang ums Auto vorab ist dennoch nicht verkehrt, allerdings nur um Profiltiefe, Reifendruck und Funktionalität der Lichter zu überprüfen. Unser erstes Auto hatte einen Schleichplatten, der aber umgehend repariert wurde.

mietwagen-auf-fuerteventura-dreck-1

Der...

Dreckige Felge unseres Mietwagens auf Fuerteventura

...dreckigste...

Das dreckige Dach unseres Mietwagens auf Fuerteventura

...Corsa...

Die dreckige Motorhaub unseres Mietwagens auf Fuerteventura

...ever!

Mietwagen auf Fuerteventura - Die Mythen

Je mehr man online liest, desto bekloppter wird man letzten Endes wenn es um die Versicherung geht und die damit verbundene Frage, wo diese überhaupt greift. Die Recherche diesbezüglich dauert ewig und hinterher muss trotzdem der gesunde Menschenverstand greifen, denn man findet nicht wirklich viel Handfestes in den vielen Foren.

Die einen behaupten, dass manchmal sogar Personal der Verleiher an den schwer zugänglichen Touristenzielen lauert, um dort die Kennzeichen zu notieren und anschließend Strafe zu kassieren (Was für ein Schwachsinn). Andere behaupten, dass die Vollkasko überall greift und noch ganz andere erzählen von Verboten für normale PKW, dafür aber Freifahrtscheinen für SUV wenn es um unbefestigte Pisten geht.

So glaubt jeder an seine eigenen kleinen Wahrheiten.

Mietwagen auf Fuerteventura - Die Wahrheit

Um also die tatsächlichen Regeln herauszufinden, kann man einen Tag damit verbringen sich durch das nicht vorhandene Kleingedruckte zu wühlen, oder man geht in die Offensive und geht den Leuten bei den Autovermietungen so lange auf die Nerven, bis sie einem dann doch die fehlenden Infos auf den Block husten.

Aufgepasst und mitgebastelt... damit DU das nicht tun musst, habe ich mich mal darum gekümmert. Hier die Antworten.

Plus Car:

"Our insurance does not cover unpaved road driving, no matter what kind of car it is."

Zu deutsch: "Fahren auf nicht asphaltierten Straßen ist nicht versichert, ganz egal mit welchem Fahrzeug."

Sunny Cars:

"You are only covered on streets with a street number, so on country streets. On all other streets you may like to drive on, you are doing this at your own risk and are not covered at all."

Zu deutsch: "Versicherungsschutz gibt es nur auf offiziellen Straßen. Hat die Straße weder Name noch Nummer, bist du ohne Versicherung unterwegs."

Cicar:

"The insurance disappears when you are driving off road. If there is any damage the driver will have to take the responsibility. By off road we mean roads with no asphalt."

Zu deutsch: "Auch hier ist Fahren auf nicht asphaltierten Straßen verboten. Kein Asphalt = Keine Versicherung."

Was sagt uns das?

So unverzichtbar ein Mietwagen auf Fuerteventura auch sein mag, so bringt er dich noch lange nicht überall hin. Jedenfalls nicht, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.

Sobald die Asphaltdecke aufhört, bist du versicherungstechnisch in die Fott gekniffen und holperst auf eigenes Risiko weiter. Wenn du mich fragst, ist es das Risiko alle Male wert.

Was bleibt, ist zu überlegen ob du ein offroadtaugliches und somit teureres Fahrzeug wählst, um die Wahrscheinlichkeit von Schäden gering zu halten, oder aber ein günstiges Auto nimmst, bei dem die Reparaturen und die Miete weniger kosten, die Wahrscheinlichkeit für Beschädigungen aber deutlich höher ist.

Ich kann dir sagen, dass wir alle Unwegsamkeiten mit einem Seat Mii und einem Opel Corsa gemeistert haben, es aber hier und da schon recht abenteuerlich und schweißtreibend war. Unterwegs haben wir einige Leute gesehen, die entweder Achsbruch erlitten haben, oder fleißig Reifen wechseln mussten. Das ist also keine Seltenheit.

Wie du siehst, brauchst du eine gewisse Risikobereitschaft, um auf Fuerte wirklich alles besuchen zu können, oder du greifst auf alternative Fortbewegungsmittel zurück, wie zum Beispiel den Bus nach Cofete, oder die Strand-Buggies für die Nordküste. Wege gibt es immer... man muss sie nur finden.

Hier noch ein paar Links um dir das Leben "on the road" etwas zu erleichtern:

2 Kommentare

  1. Auf den Kanaren bin ich selbst schon viel gefahren, insbesondere auf Lanzarote und Teneriffa (und von ersterer aus haben wir das Auto auch mal für einen Tag nach Fuerteventura übergesetzt), und zwar mit Europcar. Auf Lanzarote/Fuerteventura hatten wir einen weissen Citroen unterer Mittelklasse (das Modell hatte ich in Mitteleuropa bis dahin noch nicht gesehen), der uns wirklich überall hingebracht hat.

    Das heisst, wir haben auch gelernt, uns um die Schotterpiste zum schönsten Strand von Lanzarote nicht zu scheren. Dafür waren wir vor allem auf Fuerteventura und Teneriffa in den Bergregionen heilfroh, ein relativ kleines Auto zu haben (auf Teneriffa einen Golf), denn die Strassen können ganz schön eng werden.. Ein riesiger SUV ist da nicht wirklich von Vorteil!

    Am letzten Abend auf Teneriffa hat mich dann ein entgegenkommendes Fahrzeug im Dunkeln geschnitten und mir den Seitenspiegel abgefahren… als ich das Auto dann am nächsten Morgen mit roten Ohren zum Flughafen brachte, habe ich angegeben, dass der Spiegel über Nacht von jemand Unbekanntem abrasiert worden wäre, um niemanden auf die Idee zu bringen, nach dem Unfallgegner zu suchen. Denn: Die Mitarbeitet haben so gleich abgewinkt und gemeint „Schon in Ordnung, die Vollkasko zahlt das ja – Sie müssen nur eben das Unfallformular hier ausfüllen“. Es geht also wirklich so leicht :).

    Im Übrigen: Wenn ihr kein Spanisch sprecht (wie ich^^), ist Englisch immer gut zur Kommunikation mit den Mitarbeitern!

    Liebe Grüsse,
    Kathi „Keinstein“

    P.S.: Einen Schleich-Plattfuss hatten wir dann letztes Jahr in den USA… mit „Alamo“ dort auch kein Problem – die haben uns den Wagen an der nächsten Station, die wir auf dem Roadtrip anfahren konnten, ganz einfach ausgetauscht!

    • Jens sagt:

      Ja, die Wahl des Autos ist so eine Sache. Die Größe kann Fluch und Segen sein, je nachdem wo man gerade ist. Mit etwas Rücksichtnahme kommt man auch auf sehr engen Wegen miteinander klar, doch insbesondere die Einheimischen fahren teilweise wie die gesengte Sau. Da hast du mit deinem Außenspiegel noch Glück im Unglück gehabt.
      Ein kleines Auto mit viel Bodenfreiheit ist wahrscheinlich der perfekte Kompromiss, aber find das mal!
      Bei manchen Anbietern gilt es auch darauf zu achten, ob Inselhopping überhaupt erlaubt ist. Falls nicht, hast du bei einem Crash auf der Nachbarinsel ratzfatz die Arschkarte gezogen.
      Aber es ist schön zu wissen, dass die Abwicklung im Schadensfall wirklich so easy ist, wie es vorher angekündigt wird.

      Alamo haben wir noch vor uns… bald geht’s los nach LA, dann aber mit Midsize SUV. Die Straßen sind ja breit genug! 😉

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