Ein Mietwagen am Strand von Cofete auf Fuerteventura
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Fuerteventura Highlights – Von Bettenburgen und Vulkanen

Zwei Jahre in Folge haben wir uns aufgemacht Fuerteventura und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden und geben dir hier nun einen kompletten Abriss im Kurzformat über die Do’s und Dont’s, die Highlights und alles, was du dir getrost knicken kannst. Interessiert dich ein Punkt besonders, klicke einfach auf die unterlegten Stichworte und du wirst zum passenden Artikel weitergeleitet.

Wenn du auf lange Wanderungen durch dichte Wälder und den Duft von Fichtennadeln stehst, hab ich schlechte Nachrichten für dich. Fuerteventura ist karg, klein, felsig und was das angeht auch wenig abwechslungsreich. Genau darin liegt jedoch auch der Reiz der Insel. Außerdem braucht es nicht lang, um alles Sehenswerte mindestens einmal gesehen zu haben. Mit zwei bis drei Wochen bist du zeitlich sehr gut dabei.

Wenn du alles sehen möchtest und nicht endlos Zeit im Auto verbringen willst, empfiehlt es sich nach geraumer Zeit die Unterkunft zu wechseln und von Norden nach Süden zu ziehen oder umgekehrt, denn die feinsten Ecken befinden sich tatsächlich an den „Polen“ der Insel.

Kleiner Warnhinweis vorab: Fuerteventura hat sich in den letzten 20 Jahren vom unerschlossenen Geheimtipp zum Touristenmagneten entwickelt, was sich insbesondere in zwei Städtchen stark bemerkbar macht. Dazu jedoch später mehr.

Auch infrastrukturell hat sich das Eiland durch den Tourismus stark nach vorn bewegt, sodass alles perfekt zu erreichen und zu bekommen ist und somit gerade für weniger abenteuerlustige Sonnenanbeter ein gefundenes Fressen sein dürfte. Ganzjährig moderate bis heiße Temperaturen und die Zugehörigkeit zur Eurozone tragen ihr Übriges zur Attraktivität bei. Die Verständigung läuft am besten auf Englisch oder eben Spanisch, wenn man es denn kann, aber insbesondere in den Hotels* spricht man auch Deutsch.

Fuerteventura Highlights #1: Die Dünen von Corralejo

Die City

Richtig! Die Dünen… und auch nur die, denn der Rest der 16.000 Seelen-Gemeinde ist ein Abziehbild dessen, was dich davon abhält nach El Arenal zu fliegen. Corralejo war in seinen Anfangszeiten ein Schmuggler- und Piratenhafen, der sich über die Jahre zur Touri-Hochburg entwickelt hat. Allerdings sind die Piraten scheinbar immer noch da und bauen jetzt Hotels* am laufenden Band, die sie aber auch gern mal nicht fertigstellen und einfach vor sich hin rotten lassen.

Wenn du also gern Sandalen mit Socken trägst, denkst Hawaiihemden seien der heißeste Scheiß und alle 20 Meter auf der Straße von einem Restaurant-Promoter angequatscht werden willst, um dann überteuerte, gepanschte Cocktails zu stürzen, ja dann bist du hier genau richtig.

Für alle anderen ist der Ort nur interessant, um mit der Fähre nach Lanzarote oder mit einem Bötchen auf die Insel Lobos* überzusetzen. DAS ist jedoch tatsächlich empfehlenswert und zumindest das Naturschutzgebiet auf Lobos gehört zum Pflichtprogramm. Mitunter taucht zwar auch in Corralejo das ein oder andere gemütliche Lokal auf, wie zum Beispiel das Tapasrestaurant „Pincha Cabra“, doch so richtig wohlfühlen kann man sich in dem Trubel nicht und die Stadtstrände sind sowohl voll, als auch hässlich.

Die Dünen

Die Dünen von Corralejo hingegen sind ein wahres Naturspektakel. Es wirkt, als hätte jemand lange Zeit karibische Strände gesammelt, dann anschließend alle zusammengekippt und die Palmen entfernt. Strahlend weißer Sand soweit das Auge reicht und egal wie „voll“ der Strand auch sein mag, es ist immer massig Platz. Menschen siehst du eigentlich nur aus der Ferne, außer du nutzt die hiesige Surfschule* und vertreibst dir die Zeit mit Wassersport.

Solltest du nicht mit dem Mietwagen unterwegs sein, was ich dir dringend ans Herz lege, fährt von Corralejo alle paar Minuten ein Bus der Linie 6, der einen direkt vor den beiden kackhässlichen Monsterhotels direkt am Strand ausspuckt.

Fotos machst du am besten früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang, da der Sand dann in recht unwirklichen Farben erstrahlt.

Fuerteventura Highlights #2: El Cotillo

Ganz anders als Corralejo hat in 20 Autominuten Entfernung das verschlafene Fischerdorf El Cotillo den touristischen Anschluss etwas verpasst, was es für mich zu einem der schönsten Orte auf ganz Fuerteventura macht. Solltest du zuerst den Norden erkunden wollen, bevor du den Süden unsicher machst, ist hier ein guter Ort um seine Zelte aufzuschlagen. Mittlerweile gibt es ein paar kleinere Hotels*, Airbnbs* und Ferienwohnungen*, sowie einige Bars und Restaurants*.

Abends, wenn die wenigen Touristen die vielen unterschiedlichen Strände wieder verlassen und Ruhe im Dorf einkehrt, kommt man schnell mit den entschleunigten Einheimischen in Kontakt und sitzt bei hochgeklappten Bordsteinen zusammen in den Gassen oder Restaurants.

Hat man es auf Strandurlaub abgesehen, muss man in El Cotillo nicht weit laufen. Von Lagunen, über steile Felsen und stürmische Buchten, bis zu wirklich entlegenen Wüstenabschnitten ist alles in wenigen Minuten zu erreichen, sodass El Cotillo wie ein „Probierset Fuerteventura“ wirkt. Alles ist an einem Punkt zu finden.

Lohnenswert ist natürlich der obligatorische Trip zum Leuchtturm Faro de Tostón, von dem aus auch die kleinen Lagunen gut zu erreichen sind.

Solltest du immer noch keinen Mietwagen gebucht haben (TU ES!), erreichst du El Cotillo übrigens auch im Stundentakt von Corralejo aus mit dem Bus. Um den Sonnenuntergang noch sehen zu können, musst du dann aber die Laufschuhe einpacken, denn der letzte Bus verlässt El Cotillo um 20 Uhr.

Fuerteventura Highlights #3: Lajares

Lajares, auf halbem Wege zwischen El Cotillo und Corralejo, ist ein Stück Yoga- und Hippiekultur mitten auf Fuerteventura und außerdem Heimat vieler Surfshops und sogar Boardmanufakturen. Einige der besten Surfboards Europas werden hier produziert und verkauft. Der Rest besteht allerdings aus eher mäßig interessantem Kunsthandwerk und… puh, jetzt wäre ich fast eingeschlafen… Stickereien.. zzzZZZzzzz… ach ja, und… zzzzZZZzzz… Strohhüten… *schnarch*, die allesamt auf dem Marktplatz an lobotomisierte Touristen verschachert werden.

Peitscht man nur durch die Hauptstraße um zum Strand zu kommen, verpasst man das Flair des Örtchens dennoch völlig, denn so zerrockt wie es aussieht ist es gar nicht.

Hier einen Kaffee zu trinken und alles etwas auf sich wirken zu lassen tut nicht weh. Perfekt geeignet dafür ist das Canela Café*, direkt an der Hauptstraße gelegen. Dort hängen gern auch einige abgerissene Gestalten mit Kutten und Hals-Tattoos ab, was den Aufenthalt gleich viel angenehmer macht. Endlich mal normaaale Leute!

Zu erreichen ist Lajares mit dem gleichen Bus, der dich auch von Corralejo nach El Cotillo bringt, der Linie 8.

Fuerteventura Highlights #4: Mirador Morro Velosa

Um mal einen etwas anderen, steileren Blickwinkel zu bekommen, muss man mit dem Auto(!) den Berg Tegú „erklimmen“ und kann von dort aus den kompletten nördlichen Teil der Insel überblicken. Wenn das Wetter mitspielt, kannst du von diesem fast mittig auf der Insel liegenden Berg sogar Lanzarote erspähen. Ein MUSS!

Gleiches gilt für das nächste Highlight, nur in umgekehrter Richtung.

Fuerteventura Highlights #5: Mirador astronómico de Sicasumbre

Definitiv der imposantere der beiden Aussichtspunkte, aber auch etwas mühsamer zu erreichen, da man die letzten paar hundert Schritte bergauf zu Fuß bewältigen muss, ist der Mirador astronómico de Sicasumbre. Solltest du also ein Holzbein dein Eigen nennen oder bei den Chips etwas zu oft zugegriffen haben, bleibt dir leider der Blick auf die nur 4km schmale Landenge Fuerteventuras verwehrt.

Für jeden Normalsterblichen ist der Aufstieg auf den 442m hohen Morro Colorado aber eigentlich nicht der Rede wert. Zu Fuß musst du lediglich die letzten 50 Höhenmeter erklimmen.

Fuerteventura Highlights - Mirador astronómico de Sicasumbre
Fuerteventura Highlights - Mirador astronómico de Sicasumbre

Vom Mirador astronómico de Sicasumbre hast du eine atemberaubende Sicht auf das Gebirgsmassiv Betancurias im Norden, aber eben auch auf die Halbinsel Jandia inklusive Cofete.

Wie fast überall auf Fuerte, bist du auch hier ohne Mietwagen so ziemlich in die Fott gekniffen. Mit Auto jedoch findest du den Parkplatz des Aussichtspunktes am Straßenrand der FV-605 zwischen La Pared und Pajara.

Besonders lohnenswert für Fotografen ist der Mirador übrigens bei Nacht, denn es gibt hier so gut wie kein künstliches Licht, das einem den Blick auf die Sterne verhageln kann. Somit bietet sich, eine sternenklare Nacht vorausgesetzt, eine eindrucksvolle Kulisse, wie man sie sonst nur aus amerikanischen Nationalparks kennt.

Wer einen der vielen Wanderwege nutzen mag, findet hier den Link zur Wanderkarte.

Fuerteventura Highlights #6: La Pared

La Pared liegt eben auf dieser vom Mirador astronómico de Sicasumbre zu sehenden Landenge, die die Halbinsel Jandia vom Rest Fuerteventuras trennt und ist mein absoluter Favorit als Ausgangspunkt für alle Aktivitäten im Süden. Ganz anders als in Jandia oder Morro Jable bist du hier nämlich, ähnlich wie in El Cotillo, fast allein mit den Einheimischen. Es gibt Ferienwohnungen* und kleine Apartments*, doch von den Bettenburgen der Touristenmeilen ist hier nichts zu sehen. Selbst die Zufahrtsstraße ist eine Schotterpiste.

Der Strand von La Pared ist schroff und kein seichter Badestrand, hat jedoch etwas sehr faszinierendes, da die pure Gewalt des Ozeans hier auf die Küste trifft. Man ist meist allein dort und hat perfekte Sicht auf den Sonnenuntergang, während man die Füße im Wasser hat.

Ein Nachtleben existiert hier definitiv nicht, aber in wenigen Minuten ist man mit dem Auto an der Costa Calma. (Erwähnte ich, dass ein Mietwagen auf Fuerteventura eine feine Sache ist?)

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Fuerteventura Highlights #7: Ajuy

Das Besondere an Ajuy ist der pechschwarze Strand, den man einfach mal gesehen haben muss. Zudem gibt es einige wirklich gute Restaurants* in diesem winzig kleinen Dörfchen und die Gelegenheit, sich ehemalige Piratenverstecke in Form von Höhlen anzuschauen.

Das mag auf den ersten Blick recht unspektakulär erscheinen, ist aber wirklich beeindruckend. Insbesondere die Höhlen sind einen Besuch wert und auch für Fotografen gibt es reichlich Motive.

Fuerteventura Highlights #8: Cofete

Kein - und das meine ich absolut ernst – KEIN Urlaub auf Fuerteventura ist komplett, ohne auch nur einen Fuß auf das große Inselmysterium gesetzt zu haben… den Strand von Cofete.

Alles an diesem Ort ist besonders, beginnend mit der abenteuerlichen Anfahrt, über die schiere Größe des Strandes, bis hin zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort, die man dort in der Form eigentlich weniger erwarten würde.

Ein Besuch ist nur gut vorbereitet zu empfehlen, denn eine Infrastruktur existiert hier nicht. Es gibt keine Toiletten, Strandverkäufer, Sonnenschirme oder überhaupt Schatten in jedweder Form, sondern nur dich und die Brandung. Schwimmen endet hier mit ziemlicher Sicherheit nicht gut für dich, denn die Unterströmungen sind extrem stark und fordern jedes Jahr aufs Neue Menschenleben.

Cofete ist ein Erlebnis und schon der erste Blick auf die Küste, den man erhält, wenn man den höchsten Punkt der Bergkette erreicht, sorgt für Gänsehaut und offene Münder.

Allerdings ist es auch eine der wenigen Sehenswürdigkeiten, bei denen ein Mietwagen vielleicht nicht die beste Option darstellt. Mehr dazu findest du im dazugehörigen Artikel und meinem Post über Mietwagen auf Fuerteventura.

Fuerteventura Highlights #9: Delfine

Überall wo Wasser ist, werden auch Bootstouren angeboten, die mal mehr, mal weniger Sinn machen. In diesem Falle macht eine Tour aufs offene Meer zu 100% Sinn.

Wichtig dabei ist nur, das richtige Boot* zu wählen und den Trip bestenfalls von zuhause aus im Internet zu buchen, statt vor Ort. Das ist immer billiger.

Du kannst dich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Delfine einstellen, wenn du Glück hast auch auf Pilotwale und wenn du zu der Sorte Mensch gehörst, die regelmäßig im Lotto gewinnt und Pech nur aus Erzählungen kennt, kannst du unter Umständen sogar Orcas sehen.

Wenn du nicht zwischen 50 kreischenden Kindern und als Pirat verkleideten Animatueren auf einem alles verscheuchenden Monsterkahn enden möchtest, solltest du wirklich dem Link weiter unten folgen und die "Magic Deluxe" buchen. Mit maximal 12 Leuten an Bord, einem fantastischen Essen, bestehend aus Meeresfrüchten, Steak und Salat, sowie gratis Getränken (Von Champagner bis Dosenbier), ist die Tour auf dem Katamaran ein wirklich angenehmes Erlebnis. Der größte Vorteil ist jedoch, dass das Boot auch geräuschlos unterwegs sein kann, wenn es darauf ankommt.

Falls du eher scharf auf Schildkröten bist, kannst du im Hafen von Morro Jable auch die Schildkröten-Aufzuchtstation besuchen und einen Blick auf die wirklich schönen Tiere werfen.

Fuerteventura Highlights #10: Risco del Paso & Sotavento

Um auch im völlig überlaufenen Süden einen Badestrand zu finden, an dem es sich lohnt zu verweilen und der es einem ermöglicht wirklich zu schwimmen, ohne ungewollt in drei Teilen an der afrikanischen Küste anzukommen, kann ich dir Risco del Paso nur wärmstens ans Herz legen.

Zusammen mit dem benachbarten Strand Sotavento, hast du hier viel Platz für dich und kannst weit ins Meer hinaus laufen oder schwimmen. Auch Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten unter Bedingungen, die sogar für Anfänger geeignet sind. Eine Surfschule* befindet sich direkt am Strand.

Du solltest lediglich die Gezeiten im Auge behalten, denn der breite Strand ist zum größten Teil eine Sandbank, die zu fortgeschrittener Stunde umspült wird, sodass du im schlimmsten Fall nur schwimmend den Weg zurück zum Auto antreten kannst.

Wertvolle Tipps zur Insel:

◉ Taxis können unter Umständen ein teurer Spaß werden.

Schaue auf jeden Fall vorher auf die Taxiseite von Fuerteinfo.net und lass dir von Taxifahrern vor Ort zusätzlich erklären wie der Hase läuft. Manchmal ist sogar die Richtung, in die du fahren willst, ausschlaggebend für den Preis, da es gewisse Zonen gibt, die die Taxiunternehmen unter sich aufgeteilt haben.

Wenn du zum Beispiel von Jandia nach Morro Jable fahren willst, darf der Fahrer auf dem Rückweg unter Umständen niemanden mitnehmen, wodurch du letzten Endes beide Touren zahlen musst. Andersherum kann es wiederum bedeutend günstiger sein. Fragen hingegen kostet definitiv nichts.

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◉ Geh Tapas essen!

Wenn nicht hier, wo dann?

Tapas gehören quasi zu jedem Urlaub in spanischen Gefilden dazu und auch Fuerteventura bildet da keine Ausnahme. Mitten in der Altstadt von Morro Jable befindet sich das Tapas-Mekka des Südens, die Bodega de Jandia*.

Nirgends habe ich bislang bessere und authentischere Tapas gegessen, als hier bei Ramón. Lass dich von dem guten Mann beraten und vertrau ihm einfach. Du wirst es nicht bereuen. Zwar ist das Restaurant auch Anlaufstelle vieler Touristen, aber das Flair des kleinen Restaurants ist durch seine recht abgeschiedene Lage einfach perfekt und Ramón ein sehr guter Gastgeber. Egal wie voll der Laden auch sein mag, du wirst dich fühlen, als seist du der einzige Gast.

Wir haben Jennys 30. Geburtstag dort ausklingen lassen und wurden rundum bestens versorgt, inklusive sehr aufmerksamem Geschenk. Um zu verdeutlichen, was ich meine… Ich weiß heute, ein halbes Jahr später, immer noch den Namen des Besitzers. Das will was heißen.

◉ Nimm Abstand von Hotelkomplexen!

Es gibt sehr gute Hotels auf Fuerteventura. Das steht außer Frage. Wenn du aber wirklich etwas eintauchen willst in die Kultur und mit den Menschen in Kontakt kommen möchtest, bleibe in kleineren Orten wie eben La Pared oder El Cotillo und verpflege dich selbst.

Das wirklich typische, kanarische Essen findest du ohnehin nur in den kleinen Restaurants außerhalb der Touristenzentren. Wie überall gilt auch hier: Je mehr Einheimische in einer Bar oder einem Restaurant sitzen, desto besser ist das Essen. Eine ganz einfache Rechnung, die auch auf Fuerteventura wunderbar aufgeht.

◉ Wundere dich nicht über Bauvorhaben!

Architektonisch ist den Bauunternehmern der Insel bisher der ganz große Wurf nicht geglückt. Die neueren Bauten sind zum Teil wirklich merkwürdig konzipiert und oft auch gar nicht fertiggestellt.

Die Finanzkrise hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, doch die Anzahl der gescheiterten Versuche Hotels aufzuziehen ist schon beachtlich. Du darfst dich auch nicht wundern, wenn neben der perfekt geteerten Straße, auf der du gerade fährst, eine neue gebaut wird, die parallel zu deiner verläuft.

Unterwegs im Landesinneren reiht sich eine Ruine an die nächste und die Armut der Leute wird mitunter recht deutlich.

Der Gipfel baulicher Inkompetenz ist aber mit Sicherheit der Leuchtturm Faro de Tostón in El Cotillo, der mittlerweile den dritten Turm besitzt, weil die ersten beiden vom Meer aus einfach nicht zu sehen waren.

◉ International Kite Festival Corralejo

Seit 1987 schon treffen sich jedes Jahr im November über 100 Teilnehmer aus aller Herren Länder mit ihren Drachen und verwandeln den Strand von Corralejo in ein Meer aus abstrusen Figuren.

Wer also schon immer mal Yoda neben einer Quietscheente fliegen sehen wollte, ohne dafür vorher in Holland einkaufen gehen zu müssen, ist im November hier genau richtig.

◉ Vergiss La Oliva!

La Oliva taucht in gefühlt jedem Blog und jedem Reiseführer auf, sodass wir natürlich auch einen Abstecher dorthin gemacht haben.

Ok, man muss dazu sagen, dass ich sowohl ein Geschichtsmuffel, als auch ein Kulturbanause bin, der bei Geschichten über Besichtigungen von Kirchen automatisch den Bereich zwischen den Ohren freimacht und mental in Winterschlaf geht, aber in diesem Örtchen gibt es wirklich NICHTS zu sehen, was auch nur annähernd von Interesse ist.

Wir haben uns schließlich darauf geeinigt, dass der am Straßenrand stehende Esel das Highlight der Tour darstellt, ihm eine Möhre ins Gesicht gedrückt und uns wieder von dannen gemacht. Spar dir die Zeit!

◉ Baden in den Naturschwimmbecken von Aguas Verdes

Aguas Verdes nördlich von Ajuy, im Naturschutzgebiet Betancurias, ist ein Geheimtipp für alle, die sich mal eine Auszeit in sehr privater Atmosphäre gönnen wollen.

Zwar wird Fuerteventura immer mit endlosen Sandstränden in Verbindung gebracht, doch auch die raue Westküste hat, wie dieses Video zeigt, ihre entspannten Orte. Ganz in der Nähe der Playa del valle befinden sich auf 6km Küstenstreifen etliche kleine Pools im Fels, die mit kristallklarem Wasser in Wohlfühltemperatur zum Baden einladen.

Lediglich eine mickrige Schotterpiste führt, vorbei an der kleinen Enklave, von Pool zu Pool und die Wahrscheinlichkeit hier lediglich von Atlashörnchen gestört zu werden, ist sehr hoch.

◉ Morro fucking Jable

Auf Fuerteventura ist mir zweimal der Kiefer runtergeklappt. Einmal beim Anblick von Cofete und einmal beim Durchfahren von Morro Jable, allerdings aus völlig unterschiedlichen Gründen.

Es handelt sich hierbei, mal ganz abgesehen von der kleinen, wirklich schönen Altstadt, nur im entferntesten Sinne noch um eine Stadt, sondern viel mehr um einen gigantischen Bienenstock voller Touristen. Für den Fall, dass du doch ein Hotel buchst und der Ort Morro Jable in der Adresszeile steht, mach einen Haken dran. So etwas habe ich selbst auf Mallorca nirgends gesehen.

Man fragt sich automatisch, wie die Leute überhaupt ihre Zimmer wiederfinden. Wenn du mir nicht glaubst, check‘ die Lage vorab am besten selbst mit Google Streetview ab.

Unnötig zu erwähnen, dass der Strand zwar an sich schön und endlos lang ist, man sich diesen aber mit tausenden von Leuten teilen muss. Genau 20 Minuten waren wir dort und haben dann umgehend wieder Reißaus genommen. Selbst Corralejo wirkt entspannt dagegen.

Also, mach das Beste aus deinem Urlaub! Ich hoffe, diese Tipps erleichtern dir deinen Trip und helfen dir ein wenig bei deiner persönlichen Planung. Solltest du noch mehr Input brauchen, insbesondere zur Insel Lobos, empfehle ich dir diesen Beitrag von Tamara auf ihrem Blog "Photoventure", der neben einigen wirklich schönen Fotos auch mit wertvollen Infos punkten kann.

Was war dein bestes Erlebnis auf der Insel? Wenn du noch weitere Highlights auf Fuerteventura entdeckt hast, fühl dich frei die Kommentarspalte glühen zu lassen!

2 Kommentare

  1. Virginia sagt:

    Hab lange nach einem authentischen Artikel für Fuerteventura gesucht. Und Zack hier ist er… fesselnd und ehrlich geschrieben! Sehr sehr cool! Vielen Dank dafür! Freu mich auf Fuerteventura

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